Rezension zu „Amari und die Nachtbrüder“ von B. B. Alston

*Werbung / Rezensionsexemplar

Inhalt und meine Meinung

Amari ist genau das Kinderbuch, das das Jahr 2021 gebraucht hat. Amari ist Schwarz und lebt mit ihrer Mutter in einer Sozialbausiedlung, geht jedoch durch ein Stipendium auf eine Privatschule, die ansonsten von reichen, weißen Schüler*innen besucht wird, die sich über Amari und ihre Familie lustig machen. Die gehässigen Kommentare gehen ihr besonders nahe, wenn sie sich auf ihren verschollenen großen Bruder beziehen, der ihr großes Vorbild ist.

Als sie plötzlich eine geheimnisvolle Einladung zu einer übernatürlichen Sommerakademie erhält, sieht sie ihre Chance gekommen endlich herauszufinden, was mit ihrem Bruder passiert ist, denn die Polizei hat ihn bereits als „typischen Schwarzen Jungen, der in zwielichtige Geschäfte gerutscht sein muss“ abgestempelt und ermittelt eher schlecht als recht.

Plötzlich erkennt Amari, dass die Welt ganz anders ist als sie immer dachte, lernt verschiedenste magische Wesen und Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten kennen und gerät beim Kampf zwischen den „bösen“ Magiern und der Behörde für übernatürliches zwischen die Fronten.

Erstmal finde ich es toll, dass die Protagonistin ein Schwarzes Mädchen ist, dass sich nicht nur in der normalen Welt, sondern auch in der übernatürlichen Akademie immer wieder dem Rassismus und den Vorurteilen anderer stellen muss und dabei große Stärke beweist. Die Art und Weise, wie gesellschaftskritische Passagen, aber auch wunderschöne Botschaften zum Thema Freundschaft in die spannende Handlung eingeflochten wurden ist genau richtig für die Zielgruppe und bereichert die Story unheimlich. 

Amaris Aufenthalt auf der Sommerakademie und die verschiedenen Abteilungen und Prüfungen werden sehr bildlich und detailliert beschrieben und die normale Welt auf logische und teilweise lustige Weise mit dem Übernatürlichen verknüpft. Auch wenn der Fokus auf Amaris Ausbildungszweig liegt, gibt es immer wieder Szenen, in denen auch Einblicke in andere „Fachgebiete“ gewährt werden und der geniale Aufbau der Akademie deutlich wird.

Amari, die auch in der Sommerakademie durch ihre Magie zur Außenseiterin wird, findet dort dennoch mit Elsie eine beste Freundin, die ihr zur Seite steht, sie bei der Suche nach ihrem Bruder unterstützt und für sie da ist. Elsie und den anderen Nebencharakter*innen wurde genug Fläche eingeräumt um ihnen einen eigenen starken Charakter und auch eine Charakterentwicklung zu ermöglichen, und besonders Elsie bereichert das Buch durch ihre genialen Erfindungen und ihre Liebenswürdigkeit total.

Fazit

Die Story selbst war unheimlich mitreißend. Obwohl es ein Kinderbuch ist, habe ich mit Amari bei der Suche nach ihrem Bruder und ihrem Widerstand gegen ihre gehässigen Mitschüler*innen mitgefiebert und konnte durch einige Wendungen noch überrascht werden. Die Story findet genau das richtige Maß zwischen Spannung, Geheimnissen, Details und Gesellschaftskritik, sodass ich jetzt schon sehr auf Band 2 hinfiebere. Ich kann das Buch Kindern ab 10 Jahren nur ans Herz legen, denke aber, dass auch ältere Jugendliche und Erwachsene von diesem Buch begeistert sein werden und viel daraus mitnehmen können. 5 Sterne. 

Über das Buch

  • Autor*in: B. B. Alston
  • Titel: Amari und die Nachtbrüder
  • Verlag: Dragonfly
  • Seitenzahl: 400
  • Erscheinungstermin: 23.3.2021
  • Preis: 16€ (Hardcover)
  • Zum Buch

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